Wer sich hier so umschaut, kommt nicht zwingend auf die Idee, dass mich das Thema Minimalismus reizt und ich verzichte absichtlich auf eine aktuelle Momentaufnahme meiner Umgebung. Tatsächlich finde ich es aber äußerst verlockend, meinen Blick durchs Zimmer schweifen zu lassen und mich dabei nicht an chaotischen Zuständen festgucken zu können. Okay, wir haben eine recht große Wohnung mit 4 Zimmern und über 100 m² und 2 Kinder tragen nicht unbedingt zur dauerhaften Aufrechterhaltung von Ordnung und Sauberkeit bei, aber ich merke eben auch gerade diesen Kindern an, dass sie unsere Unaufgeräumtheit anstandslos übernehmen. Meine Tochter hebt nicht nur jedes glänzende Schokoladenpapier auf, sondern auch jeden Schnipsel den sie irgendwo abgeschnitten oder bemalt hat. Möglicherweise ist da noch viel Normalität bei, aber ich habe wirklich Angst, dass uns hier schneller als über den Kopf wächst als wir gegensteuern können und wir irgendwann regelrecht in Messieverhältnissen leben. Dummerweise ergänzen mein Mann und ich uns da auch hervorragend.

Erstmals ernsthaft mit dem Thema beschäftigt habe ich mich beim Lesen von Stephanie Blairs Artikeln zum Thema Minimalismus. Was sie da so beschreibt, trifft oft meine unerfüllten Vorstellungen von (m)einem Leben. Die Umsetzung im Alltag gelingt mir jedoch nur leider kaum, besonders, da ich hier keinerlei Rückendeckung der anderen Mitbewohner erfahre. Da kam mir die 30 Tage Minimalismus Challenge von Jana von FEED YOUR FITNESS gerade recht. Minimalismus light sozusagen, zum Mitmachen für jeden Tag. Ich hab bei Julie darüber gelesen und war sofort begeistert.

Tag 1 war recht schnell umgesetzt, wobei ich es wörtlich genommen habe; aussortieren heißt ja nicht zwingend wegschmeißen, oder? 😉 Ein Trockenshampoo werde ich mit ins Büro nehmen, das Läuse-Shampoo ist in den Medizinschrank ins Gäste-WC umgezogen, mein derzeit ungenutztes Glätteisen kommt in die „erstmal noch behalten“-Kiste, eine Duschgel ist in die Duschkabine gewandert und eine abgebrochener Rasierer liegt nun im Müll (warum war der überhaupt noch da?).

Tag 2 habe ich eben erledigt, wobei ich immer nicht weiß, ob man beim Abmelden irgendwelcher Newsletter nicht sogar schlafende Hunde weckt.

Bei Tag 3 setze ich im Interesse aller Mitmenschen aus. Ich glaube nicht, dass irgendwem geholfen wäre, wenn ich ohne Koffein im Blut unterwegs wäre!?

Morgen ist die Ordnung am Arbeitsplatz dran … ich werde hier immer mal wieder aktualisieren, wie es so läuft und natürlich auch, wie es mir am Ende der 3o Tage geht.

Macht eine(r) von Euch mit?

 

Advertisements

4 Gedanken zu “Minimalismus für Einsteiger – ich werde ein #30tageminimalist

  1. Die Idee klingt spannend! Ich denke mir zuhause viel zu oft, dass wir von allem viel zu viel und vor allem mehrfach haben. An so einer Challenge würde ich schon teilnehmen, dafür müsste aber auch der Rest im Haus mitspielen und davon sind wir noch ein paar Schritte entfernt.
    Durch deinen Beitrag ist die Idee aber wieder aufgeflammt. Ich werde mal wieder vorsprechen zuhause, in der Hoffnung noch Anhänger zu finden 🙂

    Grüße Heiko

    Gefällt 1 Person

    1. Ja, wenn Du 5 Dinge aussortierst und ein(e) andere(r) sich über den gewonnenen Platz freut und 13 Dinge einsortiert wär’s albern. 🙂 Vielleicht ist es ja tatsächlich ein kleiner Anstoß in Eurem Haushalt. Ich würde mich zumindest freuen es verfolgen zu dürfen.

      Gefällt mir

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden / Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden / Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden / Ändern )

Google+ Foto

Du kommentierst mit Deinem Google+-Konto. Abmelden / Ändern )

Verbinde mit %s