Tabuthema Fehlgeburt – Wie damit umgehen?

Ich hatte mich schon gefragt, ob Du das Thema hier aufgreifen würdest …
Als ich mit meiner Tochter schwanger war, hatte sie nicht allein den Weg in meinen Bauch und mein Herz gefunden. Sie hatte ihren Bruder oder ihre Schwester dabei. Leider haben wir dieses weitere Kind nie persönlich kennenlernen dürfen. Es verabschiedete sich am 10.12.2011 von uns und ließ uns wenigstens seine Schwester da. Obwohl wir sie über alles lieben, vergeht kein Tag, an dem ich nicht an dieses weitere Kind denke und jeden Versuch darüber zu sprechen mit tränenerstickter Stimme abbrechen muss …
Im Dezember 2014 ging ein großer Wunsch von mir in Erfüllung. Nachdem wir im Juli 2014 geheiratet hatten, wollten wir unsere Familie vergrößern und ließen die Verhütung weg. Wie auch schon beim ersten Mal klappte es nicht auf Anhieb, aber dann ging eben jener Wunsch von mir in Erfüllung, meinem Mann einen positiven Schwangerschaftstest in den Nikolausstiefel stecken zu können. Leider durfte auch dieses Kind nicht bei uns bleiben und verließ uns eine Woche später wieder. Der Dezember bringt uns wohl einfach kein Glück.
Ich habe mein 2. Sternchen ebenfalls allein gehen lassen. Ich wollte nicht, dass jemand in mir rumstochert und mich von etwas befreit wovon ich noch gar nicht befreit werden wollte. Ich war mir sicher, dass mein Körper dieses Kind nicht nur empfangen, sondern auch angemessen loslassen kann. Und genau so geschah es auch. Meine Gynäkologin war fassungslos, als ich ihr 2 Monate später davon erzählte! „Aber Sie hätten doch in die Klinik gemusst, zur Ausschabung!“ Spätestens da wusste ich, dass meine Entscheidung die richtige war. So konnte ich mein kleines Kind wenigstens davor beschützen, denn die Frage nach dem Wollen war scheinbar gar kein Thema.

Blair

Manche reden darüber, vielen passiert es, die meisten schweigen.
Ich bin mir fast sicher, dass dies der persönlichste Blogeintrag wird, den ich je schreiben werden. Ich habe die Worte zunächst für mich aufgeschrieben. Zum Verarbeiten. Ohne Absicht, diese Zeilen jemals zu veröffentlichen.
Und dennoch tue ich das heute. Nicht, um Mitleid zu bekommen, sondern viel mehr um auf ein Tabuthema aufmerksam zu machen und auch einen alternativen Weg aufzuzeigen, damit umzugehen. Jenseits von Klinikaufenthalt und OP.

Triggerwarnung: Ich schreibe hier meine Erfahrungen zum traurigen Thema „Fehlgeburt“ auf. Wenn dich solche Worte aufwühlen, du vielleicht selbst gerade schwanger bist oder du emotional nicht dazu in der Lage bist, solche Erfahrungen zu lesen und zu verarbeiten, dann solltest du vielleicht lieber weg klicken.

Sternchen Klitzeklein

Im September, kurz vor dem 4. Geburtstag meines ältesten Sohnes bemerkte ich, dass was nicht stimmte. Ich  wusste seit einer Woche, dass ich schwanger war. Unser drittes…

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Minimalistische Weihnachten – Was meine Kinder NICHT bekommen.

Diese Herangehensweise finde ich so schön! Ich muss sagen, dass ich die Handhabung, dass die Erwachsenen sich untereinander nichts schenken, schon immer so kenne. Und ganz ehrlich: ab einem gewissen Zeitpunkt ist man auf Geschenke zum einen nicht mehr „angewiesen“ und zum anderen freue ich mich viel mehr, wenn ich im Juni völlig „grundlos“ etwas geschenkt bekomme, fernab von weihnachtlichem Kaufzwang. Lediglich meine Eltern bekommen alljährlich einen Küchenkalender mit Fotos meiner Kinder. Darüber freuen sie sich jedes Jahr wirklich und das Geschenk verstaubt nicht irgendwo sondern ist täglich im Einsatz und bereitet Freude.

Blair

Ich hab euch ja schon von meiner Ausmistlaune (-wut) erzählt. Woran ich mich noch nicht gewagt habe, und ehrlich gesagt graut mir auch ein bisschen davor, ist das Kinderzimmer.
Zur Erklärung: Wir haben ein großes (etwa 25 qm) Kinderzimmer für beide Jungs. In der Regel schlafen sie dort nicht, bzw. der Kleine nur bis zum ersten Stillen. Der Große hat ein Bett neben unserem Elternbett und der Kleine schläft dann meistens auch bei mir im Elternbett. Mein Mann darf alleine im Kinderzimmer schlafen.
Wobei auch das variiert: Also eigentlich ist es völlig willkürlich wer mit welchem Kind gemeinsam in welchem Zimmer schläft, und es ist auch nicht sichergestellt, dass man mit dem gleichen Kind im gleichen Zimmer aufwacht – Oft wechsle ich nachts mehrfach das Bett und muss mich so morgens erstmal kurz sammeln: „In welchem Zimmer liegst du und welches Kind knirscht da gerade so ohrenbetäubend mit seinen Zähnen?“…

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Langzeitstillen – Warum tust du dir das an?

Ich stille auch IMMERNOCH! Erst meine Große (*07/2012) und seit 03/2016 auch den Kleinen. Und ja, teilweise beide parallel! Die Große behauptet gern, abgestillt zu sein um dann nahezu heimlich zu fragen, ob sie nicht auch nochmal dürfe. Darf sie! Wenn es sein müsste, auch an der Bushaltestelle, aber das ist IHR mittlerweile unangenehm. Ich sehe schon, dazu muss ich mal einen eigenen Beitrag verfassen …

Blair

Heute ist der 27.11.2016. Vor genau 18 Monaten um 0:10 öffneten die Ärzte meinen Bauch und zeigten ihn mir zum ersten Mal. Und er schrie mich mit einem kräftigen Schrei an: Es war wundervoll! Ich schreibe diese Zeilen hier vor allem, um mich selbst zu motivieren. Ich brauche meine Worte gerade selbst am aller meisten. Und ich brauche den schnellen einfachen Zugang – einen Klick – um mir immer wieder vor Augen zu halten, wofür ich das mache.

Von welchen Heldentaten ich hier spreche? Nun der schlaue Leser hat es vielleicht schon aus dem Titel ableiten können: Ich spreche über meine mittlerweile 18 Monate anhaltende Stillbeziehung zu meinem zweiten Sohn.
Im Durchschnitt werden die Kinder in Deutschland mit knapp 7 Monaten abgestillt. 79% der Mütter haben nach 9 Monaten abgestillt, nach 12 Monaten sind es dann schon 92%.
Ich gehöre jetzt also schon seit einem halben Jahr zu den sogenannten…

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